13. August

2011

Du.

Du kamst in mein Leben vor sieben Jahren.
Du tratst mich vor mein Bein, wenn ich zuviel stritt.
Du warst da, als mich alle verurteilten.
Du hörtest mir zu als ich unglücklich war.
Du, wir stritten laut, weil Du mir zu lahm und ich Dir zu hektisch war.
Du, und keiner konnte verstehen, wenn wir nach den Streits wieder lachend von dannen zogen.
Du und ich, wir änderten die Welt, unsere Welt.
Du, wir machten uns Feinde. Es war uns egal. Wir hatten uns.
Du, manchmal schwiegen wir, wenn wir Mittag aßen, und manchmal diskutierten wir uns die Köpfe heiß.
Du, ich mochte Deine DDR-Geschichten, auch wenn ich sie hundertmal gehört habe und so tat, als hörte ich sie zum ersten Mal.
Du, ich wusste, dass Du, Ex-NVA-Seemann mit Tätowierungen auf dem Unterarm, sehr zerbrechlich warst.
Du hast mir zugehört und mich verstanden als ich die Liebe verlor.
Du hattest als junger Mann die Liebe deines Lebens gefunden.
Du warst so stolz als Du Opa wurdest.
Du bist der, auf den ich mich jeden Tag freute.
Der verfluchte Krebs macht alles kaputt. Dich nicht. Ich kämpfe mit Dir.

1 Kommentar zu „Du.“

  1. Hardy sagt:

    etwas spät von mir, aber dennoch, Danke.

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