22. Oktober

2011

Jogi (und Arne)

Da steht er vor mir. Keine zehn Meter von mir entfernt. Alles sitzt perfekt, von den braunen Lederschuhen bis zum dichten schwarzen Haar. 3:0 führen seine Jungs gegen die Belgier in der Düsseldorfer Esprit Arena. Kein Miene verzieht er, ist cool, auch als Thomas Müller kommt und ihn anlächelnd abklatscht. Das ist er, so ist er: Joachim, genannt, “Jogi”, Löw, Bundestrainer. In diesem Moment muss ich an eine gemeinsame Autofahrt im September 2006 denken. Diesen Beitrag weiterlesen »

10. September

2011

Inferno in Strausberg

Raiko Zenner ist unser Art-Director, und er wohnt mit seiner Familie in Strausberg. Eines Tages kam er zu mir und fragte: “Der Ortsteil Gartenstadt feiert mit einem großen Fest sein 100jähriges Bestehen. Kannst Du mit Robert Schneider quasi als Ehrengäste kommen?” Natürlich hatten wir Lust. Aber ich wusste damals nicht, wie es enden würde.

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3. September

2011

Die SUPERillu und der MDR-Skandal

Robert Schneider, mein Chefredakteur,  und ich haben in SUPERillu Nummer 33 über den neuesten MDR-Skandal geschrieben. Einen Artikel, den wir in vielen Nächten immer wieder korrigiert haben, weil er viel Brisanz enthielt. Andere haben die Essenz darin erkannt, zum Bespiel Peter Stawowy mit seiner Seite Flurfunk Dresden und die TAZ aus Berlin. In der Tat stellt sich nach unserem Artikel die Frage, seit wann die Spitze des “Mitteldeutschen Rundfunks” (MDR) über das seltsame Finanzgebahren ihres Unterhaltungschefs Udo Foht, 60, Bescheid wusste. Diesen Beitrag weiterlesen »

21. August

2011

Die Geschichte eines Fotos

Es gibt Momente in diesem Leben, die sind unvergesslich und werden unvergesslich bleiben. Eigentlich bedarf es keiner Worte, diese zu erklären. Manchmal reicht einfach nur ein Foto. Und ein Mensch, der es macht.

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13. August

2011

Du.

Du kamst in mein Leben vor sieben Jahren.
Du tratst mich vor mein Bein, wenn ich zuviel stritt.
Du warst da, als mich alle wegen meiner “unpassenden” Liebe verurteilten. Diesen Beitrag weiterlesen »

7. August

2011

Unkorrekt unheilig

Ich habe das Konzert meines Lebens erlebt. Und jedem, dem ich bisher davon erzählt habe, verzog angewidert das Gesicht, dreht sich weg und sagt Sachen wie: ” Ach, Patrick…” Mir egal. Ich widme dem Unheilig-Konzert in der Freilichtbühne Wuhlheide trotzdem ein Blogbeitrag. Die Geschichte begann bei einem Italiener in Berlin-Karlshorst. Diesen Beitrag weiterlesen »

30. Juni

2004

Der Nazi und der Chefredakteur

Ich bin  gerade in Cottbus gewesen. Cottbus. Die Stadt, die ich, als ich noch in München wohnte, am meisten mit dem Begriff “Osten” verbunden habe. Da gibt es einen Fußballverein, der den für uns (im Westen) so fremden, sozialistisch-martialischen Namen “Energie” trägt, und die Stadt selbst liegt so weit östlich, dass sie irgendwie in einer anderen Welt zu sein scheint. So fremd aus Münchner Sicht. Diesen Beitrag weiterlesen »

23. Juni

2004

“In der DDR wurde einfach mehr gefickt”

Die “Randfichten” aus dem erzgebirgischen Johanngeorgenstadt haben einen Hit. Die ganze Nation – Ost wie West – fragt sich gesellig singend bis grölend, ob den der “alte Holzmichel” nocht lebt. SUPERillu-Chefredakteur Jochen Wolff hat einen klaren Auftrag an mich: “Bringen Sie die Band in Lederhosen auf einen Berg und lassen Sie dort ein Titelfoto machen. Es soll Lebensfreude und Heimatgefühl herüberbringen und irgendwie volkstümlich-bayrisch anmuten.” Mein erster Anruf gilt der Agentur, die für “De Randfichten” die Öffentlichkeitsarbeit macht. Diesen Beitrag weiterlesen »

16. Juni

2004

Epilog: Reporter-Depp

Für uns ist die Geschichte noch einmal gut ausgegangen. Die Redaktion in Berlin konnte ich so lange hinhalten, bis wir endlich am richtigen Ziel angekommen waren. Und erfolgreich waren wir auch. Nach zwölf Stunden wussten wir alles, aber auch wirklich alles, über den Mann und sprechen konnte ich ihn auch. Wie uns das gelungen war? Wir hatten Glück (das braucht man einfach) Hilfe (ganz lieben Dank an meine RTL-Kollegin Kerstin Wrussnig) und Durchhaltevermögen: Wir haben einen alten Reporter-Trick angewendet, der in Österreich immer funktioniert. Am Ende einer langen Nacht und anstrengenden Nacht, hatten wir sie alle zusammen, die Informationen, die ich brauchte. Jetzt, in dem Flugezug, das mich von Wien nach Berlin fliegt, darf ich die Augen ruhig schließen. Nicht auf dem Hinflug, ich Reporter-Depp!

15. Juni

2004

Reporter-Depp

Ich bin in Kriegen, Krisen und Katastrophen gewesen. Ich habe Enthüllungsgeschichten über mächtige Wirtschaftsbosse und klagewütige Promis und Politiker gemacht. Man hat mich verfolgt, unter Druck  gesetzt und, ja, sogar mit dem Tod bedroht. Aber nie ist mir wirklich etwas Ernsthaftes passiert. Weil ich immer vorsichtig und sorgfältig gewesen und jede Reportage gut vorbereitet habe, wobei man als Reporter auch immer schnell und unter Zeitdruck handeln muss. Doch an diesem Tag – und es ist schließlich noch meine Bewährungszeit bei SUPERillu – unterläuft mir ein ganz blöder Anfängerfehler. Und das kam so:

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